|
Ursi Scherer (1964)
Geboren bin ich in der Innerschweiz im Kanton Obwalden als 1. von 3 Kindern. In den 80er Jahren wechselte ich meinen Wohnsitz nach einer Erstausbildung als FaGe(Fachfrau Gesundheit) in den Kanton Bern. Ich war auf der Suche nach einer Weiterentwicklung meines Berufsfeldes. Da ich in der Spitex oft konfrontiert war mit dem Ende des Lebens sehnte ich mich mehr und mehr danach, den Anfang des Lebens ebenso kennenzulernen. Freundinnen bekamen ihre ersten Kinder, ich begegnete einer Hebamme welche mich beeindruckte und ich las zum zweiten mal das Buch über meine Urgrossmutter welche im Kanton Uri als freipraktizierende Hebamme tätig gewesen war. Der Wunsch Familien in dieser Zeit des Lebensanfangs zu begleiten war geboren - ich wollte Hebamme werden, das war sonnenklar! 1989 begann ich dann die Ausbildung, lernte das wunderbare Bern kennen und meinen Liebsten - David. Nach dem Abschluss des Diploms sammelte ich Erfahrungen in den Geburtsabteilungen der Frauenklinik und des Kantonsspitals Fribourg, danach galt mein Interesse dem Neuaufbau eines Geburtshauses und ich arbeitete während 5 Jahren deshalb in Olten und gleichzeitig in Riggisberg im Spital um meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Beides war sehr spannend und intensiv, mit der Zeit aber zu aufwändig und erschöpfend (Lebensmittelpunkt Bern, kein Auto…) Schweren Herzens kündigte ich im Geburtshaus, blieb aber schlussendlich ganze 17 Jahre auf der Geburtenabteilung des Spitals Riggisberg. Dort war ich sehr glücklich, lernte enorm viel, denn wir waren für Mutter und Kind während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zuständig und wir alle im Team waren enorm traurig als unsere Geburtenabteilung 2013 geschlossen wurde. Während der Riggisberger-Zeit gründeten David und ich aber auch eine eigene Familie - zwei wunderbare Töchter kamen 2000 und 2008 auf die Welt und ich lernte nun das Mutter-Sein mit allen Facetten selber kennen. Andere Familien in dieser besonderen Zeit des Eltern-Werdens zu Hause zu begleiten hatte mich schon immer fasziniert und so blieb ich nach der Schliessung von Riggisberg zu 100% in der Freiberuflichkeit. Nun - nach 31 Jahren als Hebamme (29 davon freiberuflich) - bin ich nach wie vor zufrieden mit meiner Berufswahl und immer wieder begeistert und berührt zu sehen was da alles Wunderbares und Beeindruckendes passiert! Sehe aber auch die Herausforderungen und Verunsicherungen. Wenn da Unterstützung gefragt ist, mache ich mich sehr gerne nützlich - mit herzlicher Zuwendung und Aufmerksamkeit für Deine Situation. |